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Donnerstag, 26.06.2025
Berestagi
Vulkanbesteigung
Wir sind mittendrin im pazifischen Feuerring. Gleich zwei Vulkane hat Berestagi zu bieten. Heute geht es auf den 2118 Meter hohen Gunung Sibayak, zuletzt 1881 ausgebrochen. Das erste Stück fahren wir mit einer Art Minibus, einem umgebauten Kleintransporter. Die seitliche Tür bleibt glücklicherweise offen und lässt etwas frische Luft rein. Wir haben auf der Fahrt eine Riesengaudi. Unter anderem geht es um den Klempner, also um mich, der zwischen Sitz, Wand und Decke eingeklemmt ist. Ständig ertönt schallendes Gelächter. Ich möchte nicht wissen, was sich der Fahrer so denkt.
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Auf 1.785 Metern Höhe wirft uns unser Fahrer raus. Es geht erst über eine steile Asphaltstraße hoch, dann über einen Fußpfad zur Caldera und der Spitze. Überall qualmt es, an vielen Ecken ist alles gelblich und wir haben ein tolles Panorama auf den Ort, die Berge ringsum und vor allem auf den 2.460 Meter hohen Gunung Sinabung, der 2010 erstmals seit gut 400 Jahren wieder ausgebrochen ist. 18.000 Menschen wurden beim ersten Ausbruch in Sicherheit gebracht, es sollten später noch viel mehr werden. Bis 2021 gab es eine Vielzahl an Ausbrüchen, der Berg darf immer noch nicht wieder bestiegen werden.
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Kurz vor der Kernschmelze
Wir genießen derweil unser kleines Picknick mit dem frischen Obst, bevor es wieder ins Tal geht. Dort wartet wieder unser Minibus und bringt uns ins Thermalbad mit einer größeren Zahl von Becken der Kategorien “heiß”, “extrem heiß” und “Kernschmelze”. Man merkt halt, wir sind in einer seismisch aktiven Gegend.
Foto-Sessions an der Pagode
Eine kleine Überraschung erwartet uns noch: Der Taman Alam Lumbini, inspiriert von der berühmten goldenen Shwedagon-Pagode in Myanmar. Mindestens genauso spannend sind aber die indonesischen Familien, die in traditionellen Kleidern vor der Pagode posierten, sei es fürs Familienalbum, sei es für Insta. Mehrfach frage ich, ob ich denn ein Foto machen dürfe - was keiner abgelehnt hat. Im Gegenteil, ich bzw. wir wurden mehrfach gebeten, uns mit dazuzustellen. Ich finde diese “Foto-Emanzipation” einfach klasse: Wir Europäer fotografieren die Indonesier, die Indonesier uns und mehr als einmal gibt es als Ergebnis multikulturelle Foto-Sessions. In den vergangenen Tagen wurde ich wiederholt gefragt, ob es o.k. ist, mich zu fotografierten, Klar. Wenn ich andere fotografiere, muss ich auch akzeptieren, wenn die Einheimischen den Spieß umdrehen.
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In der Biker-Kneipe
Nach einem kurzen Besuch auf dem Obstmarkt geht es ins Hotel. Nicht viel später landen wir zu Dritt in einer Biker-Kneipe, da es das Lokal, wo wir hin wollten, nicht mehr gab und die anderen in der Gegend etwas arg schmuddelig waren. In unserem Lokal gab es vor allem Burger, Spezialität des Hauses sind Spaghetti Bolognese. Hackfleisch in den Tropen ist keine gute Idee, also hatten wir eine Art Nasi Goreng. Lecker, mit sehr scharfem Reis und sehr, sehr wenig Sauce, das leckerste am Gericht. Sauce haben wir mehrfach nachbestellt.
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