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Dienstag, 08.07.2025
Lovina Beach – Ubud
Es lässt sich nicht leugnen, unsere Reise neigt sich dem Ende zu: Wir sind unterwegs nach Ubud, unserem letzten Übernachtungsort. Vorbei an mehreren über 2.000 Meter hohen Vulkanen und vorbei an zwei tollen Bergseen geht es in den Süden Balis. Vor 20 oder 30 Jahren war das sicherlich eine sensationelle Strecke. Heute bedeutet es vor allem auf der Straße ein unendliches stop & go, unterbrochen durch endlose Verkaufsstände & Balis Disney World.
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Touristen, Shops und irgendwo auch ein Wasserfall
Etwa der Gitgit-Wasserfall: Das tosende Wasser fällt aus 35 Metern in ein kristallklares Becken. Wie heißt es im Prospekt? „Ein kurzer Spaziergang durch üppige Vegetation führt dich zu diesem beeindruckenden Naturwunder, das zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Balis gehört.“ So weit die Theorie. Die Praxis schaut etwas anders aus! Es sind etwa 700 bis 800 Meter von der Straße zum Wasserfall. Vor lauter Verkaufsständen bekommt man allerdings nicht viel mit von der Natur. Immerhin: Ab und an kann man tatsächlich mal einen Blick auf den Wasserfall erhaschen.
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In Balis Disneyland
Weiter geht es zum Ulun Danu Bratan, dem „Tempel der Quelle des Sees von Bratan.“ Drei hinduistische Pagoden, dazu ein buddhistischer Stupa, liegen hier auf etwa 1.200 Metern Höhe in fantastischer Lage.
Die ältesten Teile stammen immerhin aus dem Jahr 1633 – wunderschön. Ganz anders die jüngeren Teile der Anlage: Die haben mehr mit Disneyworld zu tun als mit Tempeln. Man kann dort Koi füttern oder sich selbst, es gibt Fabel-Figuren, Speedbootfahrten und vieles mehr.
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Gelingt es einem, all das auszublenden, ist das eine wunderschöne Ecke hier. Ansonsten aber eher ein Symbol für das Bali von heute, ein Beispiel dafür, wie Bali ein Opfer seines eigenen Erfolgs geworden ist. Man merkt halt, es ist nur ein Katzensprung von Australien zum „Ballermann Ostasiens“.
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Unterwegs im Stop & Go - Modus
Am Nachmittag kommen wir – weiterhin im Stop and Go-Modus – in Ubud an. 12.000 Einwohner hat der zentrale Part Ubuds, insgesamt leben in diesem Moloch knapp 80.000 Einwohner, dazu kommen jedes Jahr über 3 Mio. Touristen. Und die sind alle gleichzeitig auf einer der wenigen schmalen Hauptstraßen unterwegs.
Immerhin: Lecker essen kann man hier. Außerdem: Wer Staubfänger für zu Hause sucht, wird hier zweifellos fündig. Vor dem Essen mache ich noch einen kurzen Schlenkerer zum Ubud Palace, einer kleinen und schönen Palastanlage. Zurück geht es über eine der vielen Marktstraßen.
Eine Ahnung davon, wie Ubud früher ausgesehen hat, bekommt derjenige, der etwas genauer hinschaut. Bevor ein Wohngebäude, Geschäft oder Hotel errichtet wird, bauen die Menschen einen Tempel – nicht unbedingt nur einen kleinen Haustempel, oft genug einen Tempel, so groß wie das eigentliche Haus. Irgendwo zwischen dem ganzen Kommerz entdeckt man diese Kleinode.
Beim Essen kann man es sich aussuchen: Willst Du lieber ein versteckt liegendes Lokal oder eher eines mit Blick auf das pulsierende Leben, etwa aus dem Obergeschoss mit tollem Blick auf die Action unten auf der Straße?
Hier geht es zu unserer Radtour bei Ubud.
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